Programm
28. - 29. Oktober 2026 | Fürstenfeldbruck (München)
Tag 1 | Mittwoch, 28. Oktober 2026
WERKSFÜHRUNG BEI
Thermo Fisher Scientific
Erleben Sie als Teilnehmer des Praxistags am 28. Oktober 2026 eine exklusive Werksführung bei einem der weltweit führenden Unternehmen im Bereich der wissenschaftlichen Dienstleistungen. Für Teilnehmer:innen des Praxistags ist die Führung kostenlos.
Dornierstraße 4
82110 Germering
Kostenloser Shuttlebus vom Tagungsort zum Werk von Thermo Fisher Scientific.
Abfahrt 09:15 Uhr!
Check-In der Teilnehmenden, Besuch der Ausstellung, Snacks & Getränke
Begrüßung zum Praxistag HPLC
Moderation: Christian Lüttmann, Redakteur LABORPRAXIS

Keynote
So passen Sie Ihren HPLC-Gradienten an: Bewährte Tipps und Tricks
Referent: Dr. Stavros Kromidas, Kromidas GmbH
Der HPLC-Gradient ist cool, leistungsfähig aber auch recht "eigen". Er ist irgendwie "anders" - jedenfalls im Vergleich zu isokratischen Läufen. Was dort richtig ist, kann für den Gradienten ganz falsch sein.
Wir werden im Vortrag einige seiner wichtigsten Eigenarten besprechen.
Anschließend werden wir schauen, wie diese im Alltag für effiziente Gradientenläufe - abhängig von der Fragestellung - genutzt werden können.
Polaritätserweiterte Chromatographie (RPLC-HILIC und SFC): Anwendung, Effizienz und Nachhaltigkeit
Referent: Dr. Thomas Letzel, Analytisches Forschungsinstitut für Non-Target Screening (AFIN-TS) GmbH
Die gleichzeitige chromatographische Trennung sehr polarer Moleküle zusammen mit mittel- und
unpolaren Molekülen hatte Ihren Ursprung schon vor über einem Jahrzehnt und fand in einer
Kopplung von RPLC und HILIC aber auch in der Nutzung von SFC sehr robuste und routinefähige Lösungen. Diese sogenannten ‚polaritätserweiterten‘ Chromatographie-Ansätze zeigen neben Trennungen von Molekülen in einem sehr breiten Polaritätsfenster (d.h. logD-Werte von -7 bis +7) auch den Vorteil, dass dabei nur ein einzelner Lauf zur Trennung benötigt wird anstatt mehrerer; was sowohl Lösungsmittel spart als auch die Detektion vereinfacht. In den letzten zehn Jahren fand diese Technik in verschiedensten Disziplinen Anwendung und wird heute routinemäßig auch im Non-Target Screening eingesetzt. Aktuelle Entwicklungen in der Miniaturisierung und Automatisierung von Chromatographie ermöglichte es diesen Techniken sich auch im Sinne der Nachhaltigkeit und gemäß den Prinzipien der Green Analytical Chemistry weiter zu entwickeln. Durch die Anwendung dieser Konzepte auf die einzelnen Komponenten der Chromatographie eröffnen sich komplett neue Blickwinkel auf die instrumentelle Analytik, die nicht nur Einsparpotenziale umfassen, sondern auch Effizienz und Sicherheit erhöhen.
präsentiert von
Kaffeepause & Besuch der Ausstellung
The Science of Flow
Referentin: Dr. Annette Dibowski, dichrom GmbH
Die Leistungsfähigkeit analytischer Flüssigkeitssysteme wird maßgeblich durch die Qualität der fluidischen Infrastruktur bestimmt. Neben einer effizienten Entfernung gelöster und freier Gase beeinflussen insbesondere Totvolumina, Materialeigenschaften und die Geometrie von Verbindungsstellen die chromatographische und analytische Performance. Dieser Vortrag erläutert die physikalischen Grundlagen der Flüssigkeitsführung sowie die korrekte Auswahl und Anwendung von Tubings, Ferrulen, Fittingen und Ventilen. Im Fokus stehen Strömungsdynamik, Druckstabilität, Dichtheit und die Minimierung systembedingter Fehlerquellen zur Sicherstellung reproduzierbarer Ergebnisse.
präsentiert von
PFAS – die Ewigkeitschemikalie. Unersetzlich oder schleichend tödlich?
Referent: Florian Köhler, SCAT Europe GmbH
Diese Präsentation gibt einen kompakten Überblick über PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen), ihre chemischen Eigenschaften, Anwendungsgebiete sowie die damit verbundenen Chancen und Risiken. Sie erläutert, warum PFAS aufgrund ihrer außergewöhnlichen Beständigkeit und Funktionalität in zahlreichen Industrie- und Alltagsprodukten eingesetzt werden, gleichzeitig jedoch erhebliche Umwelt- und Gesundheitsprobleme verursachen können. Darüber hinaus werden die Ursachen der weltweiten Kontamination, der aktuelle Stand der Regulierung sowie mögliche Alternativen zu PFAS beleuchtet. Abschließend zeigt die Präsentation auf, welchen Beitrag SCAT Europe zur Reduzierung des PFAS-Einsatzes leistet und warum ein differenzierter Umgang mit dieser vielfältigen Stoffgruppe erforderlich ist.
präsentiert von
Ende des ersten Tages
Tag 2 | Donnerstag, 29. Oktober 2026
Begrüßung der Teilnehmenden
Moderation:
Christian Lüttmann, Redakteur LABORPRAXIS

Keynote
Säulentechnologie in der (U)HPLC - Schlüssel für hohe Auflösung und Geschwindigkeit
Referent: Prof. Dr. Thomas Welsch, Universität Ulm
Die Auswahl der “richtigen” Trennsäule für ein flüssigchromatographisches Trennsystem ist ein entscheidender Schritt bei der Entwicklung einer Methode oder der Umstellung auf “schnellere” Säulen. Neben dem Kriterium „Selektivität“, die durch das Basisadsorbens und die Art und Konzentration der wechselwirkenden Gruppen an der inneren Oberfläche bestimmt wird, sind Form, Aufbau, Partikelgröße, Größenverteilung und Packungsqualität weitere wichtige Merkmale. Deren Einfluss auf Effizienz, Auflösung, Geschwindigkeit und Vordruck wird im Vortrag für voll poröse und pellikulare Säulenpackungen erörtert. Die besonderen Eigenschaften von monolitischen Säulen sind ein weiterer Gegenstand des Vortrages.
Was Ihr HPLC‑Peak über Biomoleküle wirklich sagt – und was nicht
Referent: Dr. Andrea Krumm, Tosoh Bioscience GmbH
HPLC‑Chromatogramme sind ein zentrales Werkzeug zur Analyse von Biomolekülen und liefern zuverlässige quantitative Informationen. Ihre Aussagekraft hinsichtlich struktureller Eigenschaften wie Molekulargewicht, Aggregation oder Konformation ist jedoch limitiert. Gerade bei komplexeren Biopharmazeutika können scheinbar eindeutige Peaks zu vereinfachten oder sogar irreführenden Interpretationen führen.
Der Vortrag beleuchtet typische Grenzen klassischer UV‑basierter Analytik anhand praxisnaher Beispiele aus der Protein- und Biopolymeranalytik. Es wird gezeigt, bei welchen Fragestellungen zusätzliche Informationen erforderlich sind und wie sich diese durch orthogonale Trennmethoden oder alternative Detektionsmethoden erschließen lassen.
präsentiert von
Einblicke in die Praxis der HPLC-Methodenentwicklung
Referent: Dr. Andreas Loebers, VWR
Die Entwicklung von Methoden für die Hochleistungsflüssigchromatographie kann auch für erfahrene HPLC-Anwender eine beachtliche Herausforderung sein, denn Analyten mit ähnlichen chemischen Eigenschaften, problematische Probenmatrices und Zeitdruck erschweren das Vorhaben. Gleichzeitig stehen heute zahlreiche stationäre Phasen sowie leistungsfähige Softwarelösungen zur Verfügung.
In unserer Präsentation geben wir Einblicke in den Methodenentwicklungsprozess in unserem Applikationslabor und stellen die Werkzeuge vor, die wir dafür einsetzen. Wir hoffen, Ihnen damit konkrete Ansätze an die Hand geben, um Ihre eigene Methodenentwicklung effizienter und zielgerichteter zu gestalten.
präsentiert von
Kaffeepause & Besuch der Ausstellung
Von klassisch zu clever: Methodenentwicklung mit der Biphenyl-Phase – die bessere C18?
Referent: Markus Adling, Restek GmbH
Die Entwicklung von Methoden für die Flüssigkeitschromatographie kann eine entmutigende Aufgabe sein. Bei so vielen anspruchsvollen Analyten und einer großen Auswahl an Säulen kann es schwierig sein, die Aufgabe zu bewältigen. Während C18-Säulen in der Regel eine sichere Sache sind, möchten wir eine alternative Säulenphase vorschlagen, die in den Auswahlprozess einbezogen werden kann. In diesem informativen Fachvortrag werden wir die Biphenyl-Phase untersuchen, indem wir ihre Retentionsmechanismen erläutern, bewährte Verfahren für eine erfolgreiche Implementierung beschreiben und anhand von Anwendungsbeispielen ihre einzigartige Stellung bei der Säulenauswahl für die heutigen Methodenentwickler aufzeigen.
präsentiert von
Die richtige Wahl Ihrer RP-Säule: Wie Sie mit verschiedenen Modifikationen von RP- Säulen an Ihr Ziel gelangen
Referent: Dr. Dennis Kühbeck, Altmann Analytik GmbH & Co. KG
Die Reversed-Phase-Flüssigkeitschromatographie (RP-HPLC) ist das Rückgrat der modernen analytischen Trenntechnik. Bei der Methodenentwicklung wird jedoch nach wie vor standardmäßig auf klassische C18-Phasen zurückgegriffen. Stoßen diese bei strukturell ähnlichen Verbindungen, polaren Analyten oder komplexen Probenmatrizen an ihre Grenzen, wird die Optimierung der mobilen Phase oft zeitaufwendig. Der Schlüssel zu einer effizienten und robusten Trennung liegt jedoch meist in der gezielten Ausnutzung orthogonaler Selektivitäten durch alternative Säulenmodifikationen.
Dieser Vortrag beleuchtet den systematischen Weg zur optimalen stationären Phase in der Reversed-Phase-Chromatographie. Es wird aufgezeigt, wie durch den Einsatz von modifizierten RP-Phasen alternative Wechselwirkungsmechanismen gezielt genutzt werden können.
präsentiert von
Workshop
Von kleinen Molekülen bis zu Biopharmazeutika – Die Vorteile (bio)inerter UHPLC-Säulen für sichere und zuverlässige Analytik
Referentin:
Sabine Bortenschlager-Bräu, YMC Europe GmbH
Metallkoordinierende Substanzen wie Oligonukleotide, Phosphopeptide, Proteine, Phospholipide und empfindliche niedermolekulare Verbindungen stellen besondere Anforderungen an die chromatographische Analytik. In konventionellen Edelstahl-HPLC-Systemen können Wechselwirkungen mit Metallionen zu schlechten Peakformen, verringerter Sensitivität, Probenverlust und Carry-over führen. Der Einsatz bioinerter Säulenhardware reduziert diese unerwünschten Interaktionen deutlich. Dadurch werden höhere Wiederfindungen, bessere Peakformen und reproduzierbare Ergebnisse bereits ab der ersten Injektion ermöglicht.
präsentiert von
Mittagspause & Besuch der Ausstellung
Kurze Übersicht über neue LC-Technologien für besonders herausfordernde Problemstellungen
Referent: Christian Gotenfels, Agilent Technologies
In diesem Vortrag stellen wir verschiedene Technologien für eine höhere Empfindlichkeit und erweiterte Kalibrierbereiche vor. Des Weiteren zeigen wir Möglichkeiten auf, wie sich die Trennleistung signifikant erhöhen lässt. Abschließend diskutieren wir die Einbindung der HPLC in die Prozesskontrolle.
präsentiert von
Robuste Lösungen für HPLC und LC-MS basierte Charakterisierung von Oligonukleotiden in der pharmazeutischen Analytik
Referenten: Dr. Frank Steiner, Thermo Fisher Scientific
Der Vortrag geht detailliert auf die Herausforderungen bei der Charakterisierung und Bioanalytik dieser anspruchsvollen modernen Pharmazeutika ein. Von kleineren Antisense Oligonukleotid-Molekülen bis zu sehr großen mRNA-Molekülen wird ein breiter Bereich an Modalitäten besprochen. Die vorgestellten Lösungen behandeln spezielle Probenfläschchen, Enzymkits, Säulen mit supermakroporösen stationären Phasen in inerter Säulenhardware, sowie die entsprechenden Geräte zur Vermeidung unerwünschter Adsorptionseffekte oder Bildungen von Metall-Addukten im Massenspektrometer.
präsentiert von
Kaffeepause & Besuch der Ausstellung
knauerOS – HPLC Software neu gedacht! Muss das wirklich so kompliziert sein?
Referentin: Dr. Silvia Kindler, Knauer Wissenschaftliche Geräte GmbH
Braucht Teamarbeit Lizenz-Chaos? Warum Stunden konfigurieren statt analysieren? Warum teure Updates und Nutzerbeschränkungen akzeptieren? Müssen Updates wirklich kompliziert sein?
Was wäre, wenn HPLC-Datenanalyse so einfach wäre wie ein Browser-Tab und gleichzeitig flexibel genug für Forschung, QC und GMP und das mit unbegrenzter Anwenderzahl und voller Datenkontrolle?
präsentiert von
Ende der Veranstaltung
SAVE THE DATE 2027













