Programm 2021

Donnerstag, 18. März 2021

08:45 Uhr
Begrüßung und Eröffnung des Praxistag HPLC
Referent: Marc Platthaus | Chefredakteur »LABORPRAXIS«

Chefredakteur »LABORPRAXIS«

09:00 Uhr
Keynote: Von der HPLC zur UHPLC Enantiomerentrennung mehr
Über Jahrzehnte haben sich chirale Trenntechnologien zu scheinbar ausgereiften Analysetechniken entwickelt. Eine große Anzahl von chiralen stationären Phasen sind heutzutage kommerziell erhältlich und ermöglichen die Trennung aller Arten von Enantiomern oder Stereoisomeren. Chirale stationäre Phasen (CSPs) auf Basis von Polysaccharid-Selektoren dominieren das Feld, gefolgt von Glykopeptid-Antibiotika-CSPs. Wenn diese versagen, gibt es eine Vielzahl von Alternativen. Die Industrie hat automatisierte Säulenscreening-Programme mittels HPLC als auch SFC etabliert, um die am besten geeignete chirale Säule für spezifische Anwendungsprobleme zu finden. Hoher Durchsatz ist Voraussetzung in der frühen Phase der Arzneisstoffforschung, weil eine große Anzahl potenzieller Kandidaten analysiert werden muss. Seit kurzem gibt es auch CSPs auf Basis von sub-2µm und Core-Shell Partikeltechnologien. Mit diesen werden schnelle sub-Minuten Trennungen möglich, welche nicht nur für Hochdurchsatz-Bioanalytik, sondern auch für enantioselective 2D-LC einen großen Vorteil darstellen. In der Präsentation werden neue Entwicklungen auf dem Gebiet der enantioselektivien Analytik vorgestellt und diskutiert.
Referent: Prof. Dr. Michael Lämmerhofer | University of Tübingen, Institute of Pharmaceutical Sciences

Michael Lämmerhofer ist Professor (W3) für Pharmazeutische (Bio-)Analytik am Pharmazeutischen Institut der Universität Tübingen (seit 2011). 1992 schloss er sein Studium der Pharmazie ab und promovierte 1996 in Pharmazeutischer Chemie an der Universität Graz (Betreuer: Prof. Wolfgang Lindner). Von 1997 bis 2011 war er Assistenzprofessor und seit 2002 außerordentlicher Professor an der Universität Wien, Institut für Analytische Chemie. Von 1999 bis 2000 verbrachte er ein Jahr als Post-Doc am Department of Chemistry der University of California, Berkeley. Seit 2007 ist er Associate Editor des Journal of Separation Science und seit 2018 auch für Separation Science Plus.

Seine Forschungsinteressen umfassen die Entwicklung funktionalisierter Trennmaterialien (chirale stationäre Phasen, Mixed-mode Phasen, Chemo- und Bioaffinitätsmaterialien, Nanopartikel, Monolithe), Bioanalytik, Metabolom- und Lipidom-Analytik, pharmazeutische Analytik (Verunreinigungsprofilierung, enantioselektive Analytik) und Biopharmazeutika Analytik (Peptide, Oligonukleotide, Proteine, Plasmide).

09:30 Uhr
Methodenentwicklung in der HPLC am Beispiel der Kohlenhydrat-Analytik in Pflanzen und Futtermitteln mehr
Die Bestimmung von Einzelzuckern und Fruktanen hat in der landwirtschaftlichen Forschung Bedeutung für die Beurteilung von Kohlenhydratumsetzungen, sowohl in Pflanzen und Futtermitteln als auch im Tier. Will man Einzelzucker mittels HPLC analysieren, müssen diese in gelöster Form vorliegen. Aus einer Vielzahl angebotener Säulen wurde eine mit Pb2+-Ionen beladene Nucleosil-Säule als diejenige ermittelt, welche eine Trennung der relevanten Mono-, Di- und Oligosaacharide aus einer wässrigen Lösung mithilfe eines RI-Detektors zuverlässig ermöglicht. Die vorgestellte isokratische Methode liefert präzise und reproduzierbare Ergebnisse beim Nachweis von Saccharose, Maltose, Lactose, Xylose, Glucose, Galaktose, Arabinose, Fructose, Ribose und Mannitol. Weiterhin können je nach Pflanzenmaterial die Zucker Verbascose, Stachyose und Raffinose getrennt werden. Darüber hinaus ist es möglich, Fruktane mit Inulin als Standard zu quantifizieren. Die Bestimmung der Einzelzucker ist jeweils im unteren Konzentrationsbereich von 0,05 bis 0,3 g/l bzw. im höheren Konzentrationsbereich von 0,15 bis 3 g/l mit 94 bis 108% Wiederfindungsrate und einer relativen Standardabweichung von bis max. 5% bezüglich der Reproduzierbarkeit als sehr gut einzuschätzen.

Originalpublikation: Determination of Single Sugars, Including Inulin, in Plants and Feed Materials by High-Performance Liquid Chromatography and Refraction Index Detection. Fermentation 2017, 3(3), 36; DOI: 10.3390/fermentation3030036 https://www.mdpi.com/2311-5637/3/3/36
Referent: Dr. Kirsten Weiß | Humboldt Universität (HU) zu Berlin

Dr. Kirsten Weiß hat Chemie studiert, später an der Humboldt Universität (HU) zu Berlin, Agrarwissenschaften. Sie promovierte im Bereich Tierernährung/Futtermittelkunde hat viele Jahre als wissenschaftliche Mitarbeiterin auf dem Gebiet der Futterkonservierung gearbeitet. Seit 2005 leitet Frau Weiß zudem das Gemeinschaftslabor Analytik des Albrecht-Daniel-Thaer-Institutes der Lebenswissenschaftlichen Fakultät der HU. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Aufklärung von Stoffumsetzungen während der Konservierung von Pflanzen und Futtermitteln.

10:00 Uhr
Neue, innovative LC- Säulen und -Systeme als Komplettlösung für erstklassige Performance mehr
Was wäre, wenn Ihr Labor die Tools hätte, um Ihre Analyse-Performance im Handumdrehen zu verbessern und damit eine größtmögliche Sicherheit für alle Entscheidungen zu liefern?

Haben Sie sich jemals geärgert über begrenzte Empfindlichkeit oder schlechte Reproduzierbarkeit? Über zeitraubende Passivierung Ihres Systems und der Säule? Über nicht aufzufindende Analyten?

PEEK, Titanium, Additive … Was wäre, wenn es einen einfacheren Weg gäbe, um Ihre Analytverluste zu reduzieren?

Die neue ACQUITY PREMIER Systemlösung mit MaxPeak High Performance Surfaces (HPS), der ACQUITY UPLC-Technologie und bewährten Säulenmaterialien wurde speziell entwickelt, um die Analyt-Wiederfindung, Reproduzierbarkeit und Empfindlichkeit zu verbessern, indem unerwünschte Wechselwirkungen mit der Oberfläche minimiert werden, die zu Probenverlusten führen können – all dies ohne zeitaufwendige Aufgaben wie System- und Säulenpassivierung.
Referent: Claudio Pascal | Waters GmbH

Claudio Pasqual ist Mitglied des Waters Strategic Market Teams für Zentraleuropa. 2003 erhielt er sein eidgenössisches Diplom als Laborant mit Höherer Fachprüfung. Bevor er zu Waters kam, war er Laborleiter des F & E-Labors bei der Tillotts Pharma AG. Er begann 2003 bei Waters im Verkauf als Außendienstspezialist für die Verbrauchsmaterialgruppe. Nach mehreren Schritten als Supervisor und nationaler Verkaufsleiter für Verbrauchsmaterialien wechselte er in das Business Development für Verbrauchsmaterialien mit Schwerpunkt Biopharmazeutika. 2019 wechselte er zum zentraleuropäischen Strategic Market Team und kümmerte sich heute um Komplettlösungen für den biopharmazeutischen Markt in der Schweiz.

10:30 Uhr
Kurze Pause oder Netzwerk-Karussell
10:45 Uhr
Was leisten HPLC, GPC und FFF in der Polymeranalytik mehr
Zur Untersuchung von Polymeren mit flüssigchromatographischen Verfahren ist die Gelpermeationschromatographie (GPC) oft das Mittel der Wahl, wenn die Primärstruktur bekannt ist. Hier ist für die Materialeigenschaften die Kenntnis der Molekulargewichtsverteilung ein sehr wichtigstes Kriterium. Bei Fragestellungen im Hinblick auf chemische Eigenschaften und synthetische Polymermodifikationen liefert eine Auftrennung der Polymere mit der HPLC (Hochleistungsflüssigkeitschromatographie) wertvolle Hinweise. HPLC- und GPC-Messungen lassen sich auch als zweidimensionale Chromatographie miteinander verbinden. Seltener wird die FFF (Feldflussfraktionierung) zur Untersuchung von Polymeren durchgeführt. Dieses schonende Verfahren der Trennung am offenen Fließkanal liefert ein paar zusätzliche interessante Aspekte über die untersuchten Polymere und hat den Vorteil, dass deutlich höhere Molmassen messbar sind.

Am Beispiel von styrolbasierten Polymeren (Polystyrol und Styrol-Butadien-Kautschuk) werden die Grenzen und Möglichkeiten dieser drei Verfahren gegenübergestellt. Insbesondere durch eine kombinierte Detektion mit Brechungsindex-Detektor und statischer Lichtstreuung lassen sich neben der molaren Masse auch Gestaltparameter ermitteln und zeigen somit ein vollständigeres Bild des Polymers als nur mit der GPC oder HPLC allein.
Referent: Prof. Dr. Valentin Cepus | Hochschule Merseburg

Analytische Chemie Lehrgebiete: Instrumentelle Analytik Kunststoffcharakterisierung Schadensanalyse von Kunststoffen/Werkstoffen Tensidchemie

Forschungsgebiete: Chemische Charakterisierung von Polymerwerkstoffen Monomerzusammensetzung von vernetzten Systemen Elastomere Lacke und Lackhaftung Methodenentwicklung Spektroskopie

11:15 Uhr
Prozessorientierte HPLC Analytik 4.0 mehr
Für die Chromatographie Probenaufarbeitung stellen Laborwaagen oftmals ein unverzichtbares Hilfsmittel dar. Der bisherige Ablauf der Probenaufbereitung ist dabei allerdings nicht nur äußerst mühsam, sondern auch fehleranfällig und damit im GMP-Umfeld als kritisch zu betrachten. Daten einzuwägender Mengen müssen bislang aus dem Chromatographie Daten System abgeleitet, vom Laboranten an der Waage gewogen und die Wäge-Ergebnisse im Anschluss manuell in das Chromatographie Daten System zurück übertragen werden – eine direkte Kommunikation zwischen den Waagen und dem Chromatographie Daten System fehlt.

Um diesen Prozess zu optimieren wurde von der Qpliance Data Services GmbH und der Mettler-Toledo GmbH eine Schnittstelle entwickelt, die die direkte und GMP-konforme Kommunikation zwischen einem Chromatographie Daten System und LabX™ ermöglicht.
Referent: Martin Alt | Qpliance GmbH | Qpliance Data Services GmbH

Seit 2002 ist Martin Alt in der Pharma-Industrie tätig. Er befasste sich in den ersten Jahren mit dem Thema Stabilitätsanalytik, bevor er 2009 in die statistische Datenauswertung wechselte. In diesen ersten Jahren wurde er zum GMP-Berater und Experte für Dokumentation qualifiziert. Seit Mitte 2013 ist Martin Alt als Consultant für die Pharma- und Life Science Industrie tätig. Hier erwarb er die Trainer-Zertifizierung für das Thermo Fisher Scientific Chromatographie-Daten-System Thermo Scientific™ Chromeleon™ 6 und 7. Er ist einer der drei geschäftsführenden Gesellschafter der im August 2018 gegründeten Qpliance GmbH. Sein Haupttätigkeitsfeld neben Thermo Scientific™ Chromeleon™ Trainings, sowie der kundenseitige Validierungsdokumentation bei der Einführung computergestützter Systeme, ist die Software Produktentwicklung der im August 2019 gegründeten Qpliance Data Services GmbH.

Referent: Pascal Weinelt | Mettler-Toledo GmbH

- Wirtschaftschemie Studium an der Universität Ulm - Diplom in der physikalischen Chemie am Institut für Oberflächenchemie und Katalyse - Ab 2012 Mitarbeiter bei Mettler-Toledo - Sales Representative Laborwägetechnik - seit 4 Jahren Sales and Product Specialist Quantos and LabX - Spezialisiert für Automation, Softwareeinbindung und Lean Management im Labor

11:45 Uhr
Mehrdimensionale Flüssigkeitschromatographie in der Bioanalytik – Grundlagen, Routine, Forschung mehr
Im Rahmen des Vortrags werden zunächst die Grundlagen der mehrdimensionalen Flüssigkeitschromatographie (2D-HPLC) erläutert und ihr flexibler Einsatz in der Bioanalytik an praktischen Beispielen verdeutlicht. Dies umfasst die Einsatzmöglichkeiten im Heart-Cut und Comprehensive-Modus, sowie die Erläuterung der Begriffe Peakkapazität und Orthogonalität.
Des Weiteren werden die Problematik der Lösungsmittelinkompatibilitäten, Strategien zur Problemlösung und weitere Optimierungsmöglichkeiten vorgestellt und diskutiert. Aufgrund der flexiblen Einsatzmöglichkeiten der 2D-HPLC wird darüber hinaus ein Einblick in aktuelle Forschungsthemen gegeben. Dies umfasst die automatisierte Probenvorbereitung auf Basis eines enzymatischen Verdaus mittels Enzymreaktoren, spezielle Kopplungstechniken wie der Online-2D-HPLC-Raman-HRMS sowie den Einsatz von neuen Trennphasen auf Basis von Perlcellulose.
Referent: Lars Reinders | Institut für Energie- und Umwelttechnik e. V.

Lars M. H. Reinders schloss 2017 sein Studium der Angewandten Chemie mit dem Schwerpunkt Instrumentelle Analytik an der Hochschule Niederrhein ab. Anschließend begann er seine Promotion an der Fakultät für Chemie am Lehrstuhl für "Instrumentelle Analytische Chemie" an der Universität Duisburg-Essen. Sein Forschungsschwerpunkt liegt in der analytischen Begleitung der aseptischen Herstellung, wo er analytische Methoden zur Quantifizierung und Identifizierung von monoklonalen Antikörpern entwickelt und validiert.

12:15 Uhr
Mittagspause oder Besuch der digitalen Ausstellung
13:15 Uhr
Vortrag Shimadzu Deutschland GmbH
Referent: Dr. Stefan Vosskötter  | Shimadzu Deutschland GmbH

Stefan Vosskötter hat nach seiner Ausbildung zum Chemielaboranten (CVUA Münster) in den Niederlanden an der Saxion Hogeschool seinen Bachelor of Applied Science der Chemie gemacht. Danach wechselte er an die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf für das weiterführende Studium und seine Promotion in der physikalischen Chemie. Seit 2016 ist er Produktspezialist der HPLC bei Shimadzu Deutschland und beschäftigt sich mit dem technischen Support, dem Marketing und der Applikationsentwicklung.

13:45 Uhr
Vortrag
14:15 Uhr
Kurze Pause oder Netzwerk-Karussell
14:30 Uhr
Vortrag
15:00 Uhr
Abschluss-Keynote
15:30 Uhr
Abschluss Diskussionsrunde
15:45 Uhr
Ende des Praxistag HPLC

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