Programm 2019

Im Folgenden finden Sie das Programm des Praxistag HPLC in Köln. Das Programm des Praxistag HPLC in Berlin wird aktuell noch erstellt.

Donnerstag, 6. Juni 2019

09:00 Uhr
Begrüßung und Eröffnung des Praxistag HPLC in Köln
Referent: Marc Platthaus | Chefredakteur »LABORPRAXIS«

Chefredakteur »LABORPRAXIS«

09:05 Uhr
Keynote
Pellikulare Packungsmaterialien in der UHPLC – Grundlagen, Einsatzmöglichkeiten und Regeln zur Methodenübertragung mehr
Die Entwicklung der HPLC zur UHPLC in den letzten Jahrzehnten ist gekennzeichnet durch eine Verringerung des Durchmessers des aus voll porösen, sphärischen Partikeln bestehenden Säulenpackungsmaterials von 10 µm auf bis zu 1,5 µm mit dem Ziel, bei gleicher Auflösung die Analysenzeit stark zu verkürzen und so die Produktivität zu erhöhen. Der dafür zu zahlende Preis sind hoher Druck und Reibungswärme- und Außersäuleneffekte. In den zurückliegenden 15 Jahren sind neue Packungsmaterialien mit einem unporösen Kern und einer porösen Schale auf den Markt gekommen, die hohe Analysen-geschwindigkeiten bei deutlich geringerem Druck ermöglichen. Die Vor- und Nachteile dieser Teilchen im Vergleich zu voll porösen Partikeln werden erörtert und Regeln zur Methodenübertragung vorgestellt.
Referent: Prof. Dr. Thomas Welsch | ehemals Universität Ulm,
Institut für Analytische und Bioanalytische Chemie

Nach dem Studium der Chemie, Promotion und Habilitation über Hochleistungstrennsäulen in der Chromatographie an der Universität Leipzig war Prof. Dr. Thomas Welsch von 1991 bis 2009 Professor für Analytische Chemie an der Universität Ulm. Der Schwerpunkt seiner Forschung lag auf den Gebieten Kapillar-Gaschromatographie, HPLC und Kapillarelektrophorese. Bedeutende Beiträge zur Verbesserung der Oberflächeninaktivität von Kapillarsäulen, zur Ultra-Fast-HPLC, zur elektrokinetischen Chromatographie und zur Anreicherung polarer Analyten sowie zur Anwendung dieser Techniken in der Umweltanalytik kamen aus seinem Forschungskreis. Dafür und für seine didaktisch hervorragende Lehre wurde Welsch mit nationalen und internationalen Wissenschaftspreisen ausgezeichnet, zuletzt 2015 mit dem renommierten Golay-Award „for His Pioneering Work in the Development of Capillary Chromatography. Als Experte für Chromatographie der GDCh engagiert er sich weiter aktiv in Fortbildungskursen.

09:50 Uhr
Usability im Fokus –
Erleichterungen und Komfort für die Routine mehr
Hoher Probendurchsatz, lange Standzeiten oder einfache Wartung: dies sind nur einige der immer weiter steigenden Anforderungen in der heutigen Routinearbeit. Die einfache Bedienung und Benutzerfreundlichkeit einer HPLC bilden dabei einen wichtigen Baustein, um den Laboralltag wesentlich zu erleichtern und Arbeitsabläufe zu optimieren.
Referent: Dr. Stefan Vosskötter  | Shimadzu Deutschland GmbH

Stefan Vosskötter hat nach seiner Ausbildung zum Chemielaboranten (CVUA Münster) in den Niederlanden an der Saxion Hogeschool seinen Bachelor of Applied Science der Chemie gemacht. Danach wechselte er an die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf für das weiterführende Studium und seine Promotion in der physikalischen Chemie. Seit 2016 ist er Produktspezialist der HPLC bei Shimadzu Deutschland und beschäftigt sich mit dem technischen Support, dem Marketing und der Applikationsentwicklung.

10:20 Uhr
Kaffeepause & Besuch der Ausstellung
11:05 Uhr
Quantifizierungsstrategien für schnelle LC/MS-Methoden mehr
Die Koppelung von HPLC und ESI-MS oder ICP-MS sind häufig genutzte Werkzeuge in der Speziationsanalytik. Durch die HPLC ist eine Identifikation von verschiedensten Analyten möglich. Neben der chromatographischen Trennung ist auch die Quantifizierung der Analyten von großer Wichtigkeit für viele Fragestellungen. Hierfür gibt es mehrere verschiedene Ansätze. Neben der externen Kalibration können auch die Verwendung interner Standards oder die Isotopenverdünnungsanalyse quantitative Ergebnisse liefern. Jede Methode hat ihre Vor- und Nachteile die, im optimalen Fall, zu einer einfacheren Probenvorbereitung und schnelleren Analyse verhelfen können. In diesem Vortrag werden zwei verschiedene Methoden vorgestellt und diskutiert.
Referent: Lukas Schlatt | Westfälische Wilhelmsuniversität Münster

Lukas Schlatt hat in Münster Chemie studiert. Nach seinem Masterabschluss ist er für ein halbes Jahr im Rahmen eines Forschungsaufenthaltes nach Houston an das Baylor College of Medicine gegangen. Im Anschluss ging er zurück nach Münster und begann seine Promotion im Arbeitskreis Karst, welche voraussichtlich 2020 erfolgreich beendet wird. In dieser beschäftigt er sich vorwiegend mit der Entwicklung von verschiedenen Analysemethoden zur Quantifizierung von Elementen und Molekülen vorwiegend in Knochenproben.

11:35 Uhr
Intelligente Lösungen für die 2D-Flüssigchromatographie mehr
Die zwei-dimensionale Flüssigkeitschromatographie (2D-LC) etabliert sich zu einer Schlüsseltechnologie für komplexe Trennungen von Proben aus dem pharmazeutischen, biopharmazeutischen, chemischen und lebensmitteltechnischen Bereich. Diese Präsentation beschreibt die neusten technischen Entwicklungen für die einfache Umsetzung von 2D-LC mit verschiedenen Techniken wie Comprehensive, Multi-Heart-Cutting, High Resolution Sampling und Active Solvent Modulation. An Hand von Applikationsbeispiele werden die Vorteile der verschiedenen Techniken diskutiert.
Referent: Dr. Axel Ritter | Agilent Technologies Sales & Services GmbH & Co. KG

Axel Ritter hat Chemie in Leipzig studiert und in Regensburg mit einer Arbeit zur LC-MS/MS-Analytik promoviert. Bevor er 2017 als Produktspezialist für HPLC bei Agilent anfing, war er 10 Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Laborleiter in verschiedenen analytischen Laboren tätig. In seiner Funktion als HPLC-Produktspezialist arbeitet er eng mit dem Verkaufsteam sowie den Kollegen im Demo-Labor zusammen und ist für die Beantwortung von spezifischen Kundenanfragen verantwortlich.

12:20 Uhr
Sichere und schnelle Herstellung von Standardlösungen – Automatische Probenvorbereitung mehr
Geschichte des Messkolbens
Messkolben werden seit etwa 75 Jahren mit der gleichen Genauigkeit hergestellt. Obgleich sich die Instrumentierung maßgeblich verbessert hat, sind die Methoden zur Probenvorbereitung seit fast einem Jahrhundert unverändert geblieben.

Welche Vorteile bietet der Umstieg von der volumetrischen auf die gravimetrische Probenvorbereitung?
Die häufigsten Fehlerquellen im Labor stammen aus der manuellen Probenvorbereitung. Darüber hinaus wird der Zeitaufwand für die Bearbeitung von Proben auf mehr als 60% der gesamten Laborzeit geschätzt. Durch die Implementierung eines gravimetrischen Probenvorbereitungssystems können Laborfehler und nicht spezifikationskonforme Resultate (Out-of-specification, OOS) um bis zu 50% reduziert werden. Gleichzeitig wird die Laboreffizienz gesteigert.

Eliminierung von:
  • Nicht korrekten Wägungen
  • Messkolbenfehlern
  • Übertragungsfehlern
Zusätzlich:
  • Bis zu 90% Einsparung von Lösemitteln und Ansätzen
  • Flexible Methoden für den eigenen Workflow
  • Datenintegrität
  • Prozesssicherheit 21 CFR Part 11
Live Vorführung
  • Automatische Feststoffdosierung
  • Gravimetrische Sample-/Standardpreparation
  • Herstellung von Verdünnungen und Endkonzentrationen
  • Mehrkomponenten-Standards
  • Herstellung einer Kalibrierungsreihe
Referent: Pascal Weinelt | Mettler-Toledo GmbH

- Wirtschaftschemie Studium an der Universität Ulm - Diplom in der physikalischen Chemie am Institut für Oberflächenchemie und Katalyse - Ab 2012 Mitarbeiter bei Mettler-Toledo - Sales Representative Laborwägetechnik - seit 4 Jahren Sales and Product Specialist Quantos and LabX - Spezialisiert für Automation, Softwareeinbindung und Lean Management im Labor

13:05 Uhr
Mittagspause & Besuch der Ausstellung

Parallele Workshops

14:15 Uhr

Workshop A
Lösungsmittel als Qualitäts- und Sicherheitsrisiko in der Analytik: so beugen Sie vor! mehr
  • Neueste Standards in der Ver- und Entsorgung von LC-Lösungsmitteln
  • Störungen effizient vermeiden
  • Gesundheits- und Umweltgefahren vorbeugen
  • Lösungsmittel als Fehlerursache ausschließen
  • Den analytischen Prozess sicher gestalten
Referent: Jan Rittgasser | S.C.A.T. Europe GmbH

Jan Rittgasser ist Spezialist für kundenspezifische Lösungen zur Sicherheits- und Qualitätsverbesserung in der Analytik, und seit ihrer Gründung im Jahr 2003 für die S.C.A.T. Europe GmbH tätig. Nachdem er zunächst zuständig für Produktentwicklung und -vermarktung war, wurde die Aufdeckung von Sicherheits- und Qualitätsmängeln in Laboratorien zu einem zentralen Teil seiner Arbeit, ebenso wie die Aufklärung über den richtigen Umgang mit gesundheitsschädlichen Chemikalien. Er studierte Medien/Design, Betriebswirtschaft sowie Wirtschaftsingenieurwesen und ist heute Leiter Marketing / Unternehmenskommunikation bei der S.C.A.T. Europe GmbH.

Referent: Jens Awenius | S.C.A.T. Europe GmbH

Jens Awenius ist Applikationsspezialist im Außendienst der S.C.A.T. Europe GmbH. Zu seinen Aufgaben gehören die Sicherheits -und Anwendungsberatung analytischer Laboratorien beim Umgang mit Lösungsmitteln, die Ausarbeitung kundenspezifischer Lösungen und Angebote, sowie die Planung und Umsetzung von Kundenprojekten. Nach seiner Tätigkeit als Logistik-Experte bei DHL und John Deere ist er seit 2016 für den Vertrieb von Sicherheitslösungen der S.C.A.T. Europe GmbH in der Region Mittel- und Ostdeutschland verantwortlich.

Workshop B
Silica- oder polymerbasierte Säulen?
Richtige Auswahl treffen mehr
In diesem Workshop werden die Unterschiede zwischen silica- und polymerbasierter stationären Phasen, die in der HPLC Verwendung finden, vermittelt. Dabei werden die Vorteile polymerbasierter HPLC Säulen gegenüber von silicabasierten Säulen ausführlich anhand von Applikationsbeispielen diskutiert und folgende Trenntechniken wie z.B. Reversed Phase, HILIC und Größenausschlusschromatographie berücksichtigt. Es werden Themen wie Silanolaktivität, pH Stabilität, Säulenbluten, sekundäre Wechselwirkungen zwischen Probe und stationärer Phase behandelt. Speziell für robuste Analysen, für Analysen von basischen Substanzen und für partikelsensitive Detektion spielen polymere Phasen eine wichtige Rolle.
Referent: Dr. Dennis Kühbeck | Showa Denko Europe GmbH

Dennis Kühbeck ist als Customer Support Manager in der technischen Kundenbetreuung und Beratung bei der Showa Denko Europe GmbH tätig. Sein Aufgabenbereich umfasst dabei das HPLC Produktsortiment von Shodex, das unter anderem Trennmethoden wie Reversed Phase, HILIC, SEC, Ligandenaustausch und Ionenchromatographie, etc. abdeckt. Nach erfolgreich verteidigter Promotion in der Chemie an der Universität Regensburg im Jahr 2014, schloss er sich 2015 der Showa Denko Europe GmbH an. Während seiner Promotion beschäftigte er sich hauptsächlich mit der Entwicklung von biopolymerbasierten Katalysatoren, die in der organsichen Synthese Anwendung finden. Erfahrungen in der HPLC konnte er bei der Analyse der dabei erhaltenen Syntheseprodukte mittels Reversed Phase und chiraler HPLC sammeln.

Parallele Workshops

15:15 Uhr

Workshop C
Die LC-Säule, das unbekannte Wesen mehr
Die Wichtigkeit der Säule für das Gelingen der LC- und LC/MS-Analytik wird oft unterschätzt. Sie gehört zwar zu den Verbrauchsmaterialien, ist aber ein Hightech-Produkt, dessen volle Leistungsfähigkeit sich nur dann entfalten kann, wenn bestimmte Rahmenbedingungen gegeben sind. Die Säule muss grundsätzlich für eine bestimmte Aufgabenstellung und ein bestimmtes Gerät geeignet sein, außerdem sollten ein paar Dinge bei der Handhabung beachtet werden. Denn die Folgen von mangelnder Aufmerksamkeit für die Säule sind meist unnötige, leicht zu vermeidende Fehler, die das ganze System beeinträchtigen, deren Ursache aber oft nicht gleich erkannt wird. Im Workshop werden unter anderem folgende Themen behandelt: Grundsätzliches zu LC-Säulen, Herstellung, Stabilität, Altern, Tipps zu Handhabung und Pflege, Vermeidung typischer Fehler.
Referent: Christian Weyer | Restek GmbH

Christian Weyer studierte Biologie an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz, dort schloss er sein Studium 2003 erfolgreich ab. Im Anschluss folgte eine Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen im Bereich Bioinformatik. Seit 2008 ist Herr Weyer als Fachberater im Bereich Chromatografie tätig. Seit 2016 arbeitet er bei Restek GmbH in der Fachberatung mit dem Schwerpunkt LC.

Workshop D
HPLC Methoden in der Praxis – Fallstricke und Kniffe von der Methodenentwicklung bis zur Routine mehr
Robuste Messmethoden sind für die Routine unabdingbar. Neben der mobilen und stationären Phase gibt es aber viele Faktoren, die das Ergebnis der Chromatographie verändern können. Der Einfluss dieser Parameter kann allerdings von Methode zu Methode stark variieren. In diesem Workshop werden daher die wichtigsten Stellschrauben vorgestellt, um für die Methodenentwicklung und die spätere Routine gerüstet zu sein.
Referent: Dr. Stefan Vosskötter  | Shimadzu Deutschland GmbH

Stefan Vosskötter hat nach seiner Ausbildung zum Chemielaboranten (CVUA Münster) in den Niederlanden an der Saxion Hogeschool seinen Bachelor of Applied Science der Chemie gemacht. Danach wechselte er an die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf für das weiterführende Studium und seine Promotion in der physikalischen Chemie. Seit 2016 ist er Produktspezialist der HPLC bei Shimadzu Deutschland und beschäftigt sich mit dem technischen Support, dem Marketing und der Applikationsentwicklung.

16:15 Uhr
Kaffeepause & Besuch der Ausstellung
17:00 Uhr
Podiumsdiskussion
Referent: Marc Platthaus | Chefredakteur »LABORPRAXIS«

Chefredakteur »LABORPRAXIS«

17:30 Uhr
Ende des Praxistag HPLC in Köln

Gold Sponsor 2019

Aussteller Köln 2019

Aussteller Berlin 2019